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6 Responses to “Impressum”


  1. 1 Gabriele Gerstmeier 10. November 2009 at 21:51

    Mannomann – wenn ich dieses Blog lese, schäme ich mich, Soziologin zu sein! Das Web 2.0 kann nichts dafür … da kann sich halt jeder produzieren, so wie er ist – und sich für gaaaanz toll halten.

    Nachdenkliche Grüße

    Gabriele Gerstmeier

  2. 2 Martin 10. November 2009 at 22:49

    @ Gabriele Gerstmeier: Kritik immer gerne, aber bitte spezifischer und sachlicher. homosociologicus.de ist inzwischen ein facettenreiches Projekt geworden mit zahlreichen Autoren, Ansichten und Ideen. Ich glaube nicht, dass sich irgend einer der Autoren für “gaaaanz toll” hält, wie Sie unterstellen. Vielmehr sind wir ein Team von jungen Soziolog/inn/en, die ihrer soziologischen Kreativität Ausdruck verleihen und ihre Begeisterung mit Anderen teilen. Was genau gefällt Ihnen denn dabei nicht? Woran machen Sie ihre Kritik fest?

    Ich erlaube mir, von Ihrer eigenen Website zu zitieren:

    “Wir wollen fürs Lernen begeistern, das Denken herausfordern, zu Veränderungen ermutigen – partnerschaftlich und auf Augenhöhe.”

    In diesem Sinne freue ich mich darauf, mehr Einzelheiten von Ihnen zu erfahren. Ansonsten sehe ich mich leider gezwungen, Ihren Kommentar früher oder später wieder zu entfernen. homosociologicus.de besteht nämlich auf sachliche und respektvoll geführte Debatten!

  3. 3 Gabriele Gerstmeier 14. November 2009 at 19:24

    Lieber Martin,

    dass Sie meinen zornigen Anwurf aufgreifen und nicht einfach weglöschen, ehrt Sie.

    Mein Unmut gilt nicht (nur) diesem Blog. Genau genommen haben Sie eine Zorn abgekriegt, der schon vorher entstanden ist – den berühmten Tropfen des Überlaufens aus einem Becher voll Herzblut … Ich werde versuchen, die Gründe dafür anzureißen.

    1) Mein Zorn wächst aus einer Frustration darüber, wie die Möglichkeiten des Web 2.0 – auch und gerade, was sogenannte „intellektuelle“ Blogs angeht – sich überwiegend in Selbstdarstellungen erschöpfen. Handfeste Diskussionen („mit Hand und Fuß“) finden genau genommen wenig statt, über allem schwebt ein „Wir haben uns alle lieb und finden uns gegenseitig ganz toll!“ und eine „political correctness“, ja niemandem weh zu tun. Entsprechend seicht sind häufig die Inhalte sowohl der Beiträge als auch der Kommentare (wenn sie denn gegeben werden). Das ist der Eindruck, der mir erwächst, wenn ich mich auf Streifzüge durchs Netz und auf Blogs begebe.
    Was mich verblüfft und entsetzt, ist die häufig mangelnde Qualität der Beiträge: „Früher“, sagte ich neulich zu einer Freundin, „stand zwischen Autor und Veröffentlichung in der Regel ein Verlag und ein Lektor – heute kann sich jeder völlig kostenlos blamieren und jeden Mist ablassen und sich toll dabei finden.“ Das hat sicher Vorteile – keine „Zensur“, wenn Sie so wollen, das Netz ist angeblich ja demokratischer als alles andere –, geht aber auch mit Beliebigkeit, der Banalisierung von Inhalten und einer Inflation des (unreflektierten) Schreibens einher.

    2) Konkret macht sich diese meine Erfahrung gerade an dem Thema „Feminismus“ fest und an der Seite Maedchenmannschaft.de. Ich habe mich lange nicht mehr explizit mit dem Thema Frauenbewegung beschäftigt und mich neugierig auf dieses neue alte Feld begeben – und staune über die aufgegriffenen Themen und über die Äußerungen dazu. Lerne gerade, dass Frauenbewegung mittlerweile in eine „neue“ und in eine „alte“ eingeteilt wird und in drei Wellen (manche sprechen auch schon von einer vierten – wer hat das alles bloß definiert?) und dass ich mich der „Neuen Frauenbewegung“ (ab den 60ern) und der zweiten Welle zuordnen darf. Die Autorinnen der „Mädchenmannschaft nehmen für sich und ihre Seite in Anspruch, Sprachrohr zu sein (für wen? für Frauen? für welche Frauen? für was? für welche Anliegen?) – „wir“ ist ein Wörtchen, das sich häufig findet.
    Im Moment macht es mir mehr Unmut als Freude zu sehen, was sich in diesen Bereichen alles tut, meine Neugier ist von vielen Zweifeln begleitet.

    3) Auf Homosociologicus.de bin ich zufällig gestoßen („Was tut sich denn so in der Soziologie?“) und neugierig durch den Namen geworden, der mir einen Anspruch verhieß und mich ansprach (Dahrendorf mag ich sehr). Gefunden habe ich einen Blog, der sich als „Marktplatz sozialwissenschaftlicher Ideen und Anregungen und Treffpunkt (…) für soziologisch Interessierte“ versteht. Der einen politischen (missionarischen und ideologischen) Anspruch hat („Entwicklung menschlicher Gesellschaften in die richtige Richtung lenken“, „besser leben mit Soziologie“) und ein elitäres Verständnis („Schärfer sehen mit dem soziologischen Blick“). Gefunden habe ich Beträge, deren Inhalte sich auf gefahrlose (unpolitische) Nebenschauplätze (zum Beispiel Philosophastereien über den Zeitgeist oder die Rolle der Soziologie in 50 Jahren) beschränken, die von soziologischer Nabelschau bar jeder Selbstkritik zeugen (Wir Soziologen sind die Rufer in der Wüste und von unseren Einsichten und unserem Gehörtwerden hängt das Überleben der Weltgesellschaft ab!) und sich im Glanze vergangener Größen tummeln (Jeder kennt hier seine soziologischen Texte – und wo bleibt der aktuelle Bezug, der sie für das Heute brisant macht?).

    Feminismus und Soziologie im Web 2.0. Ich vermisse tatsächlich brisante Themen. Ich vermisse (Selbst-)Zweifel und ernsthaftes Hinterfragen. Ich finde auf Nebenschauplätzen den lockeren Plauderton des Web 2.0 und/oder die Geschliffenheit auf Hochglanz polierter Worthülsen. Ich finde Ansprüche, die der Überprüfung nicht standhalten. Ich vermisse Entwürfe, die den Ansprüchen gerecht werden könnten. Und ich vermisse, vor allem, das HANDELN.

    Zu meine Lebenswirklichkeit gehören Menschen, die unter den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten massiv leiden. Durch Krankheit und Arbeitslosigkeit zum Beispiel und/oder unter einem schlechten Bildungssystem und Hartz IV.
    Ich erlebe eine unglaubliche Diskrepanz zwischen denen, die sich angeblich die Anliegen der Gesellschaft und der in ihr lebenden Menschen zu eigen machen, und denen, die davon betroffen sind. Ich bin bestürzt über die Ignoranz und Arroganz derer, die sich Definitionsmacht anmaßen. Ich bin sprachlos über die Menschenverachtung des politischen und wirtschaftlichen Handelns in diesem Land und voll ohnmächtigen Zorns.

    Ich bin Feministin und Soziologin. Aber Feminismus heute erschöpft sich anscheinend darin, sich darüber zu mokieren, dass die Medien sich über Merkels Outfit auslassen, und die „jungen Soziolog/inn/en“ beschäftigen sich damit, welche Rolle sie wohl in 50 Jahren spielen werden – zumindest auf den Marktplätzen des Web 2.0. Ist das alles?

    Nein, ich schäme mich nicht dafür, Soziologin zu sein – dieser Satz war eine spontane, zornige, vor allem auch enttäuschte Reaktion. Ich nehme ihn zurück.

    Mit guten Grüßen

    Gabriele Gerstmeier

  4. 4 Martin 3. December 2009 at 19:20

    Liebe Gabriele,

    Vielen Dank für die ausführliche und kritische Antwort. Ich fand die Lektüre sehr erfrischend und anregend.

    Da Sie unsere Aufsatzaktion “Soziologie 2050” kritisieren, will ich meine Antwort daran festmachen: Ich halte sie nämlich für das unbestrittene Highlight unserer zweijährigen Blog-Existenz, und zwar aus folgenden Gründen:

    Es ist uns gelungen, externe Autoren zu gewinnen. Zuvor gehörte dieser Platz vor allem Stefan und mir, gelegentlich hatten wir ein paar Gastbeiträge. Und das war uns schon immer zu langweilig, wir wollten mehr Austausch und Diskussion.

    In diesem Fall schrieben wir alle Uni-Fachschaften im deutschsprachigen Raum an, und riefen zum Schreiben auf. Dadurch wurde das Blog zumindest für diesen begrenzten Zeitraum ein Marktplatz, auf dem junge Denker aus allen Ecken zusammenkamen, um Ideen auszutauschen. Genau so, wie wir uns das wünschten, wie es aber leider meist nur schwer zu bewerkstelligen ist.

    Ich halte die Thematik keineswegs für irrelevant. Vielmehr sollte sie zum Denken anregen, wohin unsere Gesellschaft steuert (also auch welche Probleme künftig eine Rolle spielen), und wie die Soziologie als Problemwissenschaft darauf reagiert. Die eingesandten Beiträge waren ein wunderbarer Mix aus:

    (a)einer fantasievollen Weiterentwicklung von einigen von Erving Goffmans Thesen, angewandt auf das Thema “Roboter-Mensch-Interaktion”: http://homosociologicus.de/2009/06/29/buhnen-des-handelns-im-technologisierten-21-jahrhundert-die-soziologie-als-theaterwissenschaft/ Keineswegs ist dies irrelevant, denn, wie der Autor argumentiert, wird dies in Zukunft neue ethische Fragen aufwerfen, die er auch ausgezeichnet diskutiert.

    (b)Soziologie wird zur Prosa in http://homosociologicus.de/2009/07/06/wie-der-mull-frieden-schuf-und-die-soziologie-den-zufall-entdeckte/ Der Beitrag ist weniger eine ernsthafte analytische Auseinandersetzung mit der Zukunft, sondern äußerst künstlerisch und kreativ. Und warum nicht? Ich finde den Beitrag jedenfalls äußerst anregend. Aber ich gehe auch gerne mal in eine Kunstausstellung.

    (c)Eine pessimistische Sicht auf künftige Entwicklungen, auf sich abzeichnende Gefahren und Risiken. Ich vermute, dass Ihnen dieser leicht provokative Beitrag und die anschließende Diskussion gut gefallen wird: http://homosociologicus.de/2009/07/13/soziologie-quo-vadis-2050/

    (d) eine solide Diskussion um die Rolle der Soziologie in der Gesellschaft und wie sich diese Rolle entwickeln muss und wird, mit welchen neuen Herausforderungen sie zu tun haben wird: http://homosociologicus.de/2009/07/20/die-soziologie-am-scheideweg-%E2%80%93-soziologie-in-der-wissens-und-mediengesellschaft/ Ist dies soziologische Nabelschau, oder geht es dabei eigentlich genau um die Themen, die Sie umtreiben, nämlich die Rolle der Sozialwissenschaften in der Gesellschaft?

    Zugegeben, ich verstehe den Vorwurf der Nabelschau zum Teil, (würde es aber eher als Selbstreflektion bezeichnen), denke aber nicht, dass die Aktion davon dominiert wurde – vielmehr wurde sie dominiert von einem Austausch kreativer Ideen, und der Freisetzung denkerischen Potentials, teils künstlerisch, teils provokativ, teils bodenständig-realistisch. Angewandt auf ein Thema, das über den Tellerrand der universitären Soziologie hinausblickt. Und genau dafür bietet sich meiner Meinung nach das Blog-Format an.

    In Teilen ihres Kommentars scheinen Sie den Blogs vorschreiben zu wollen, welche Ausrichtung sie zu haben hätten. Ich bin aber der Meinung, dass man dies den Blogbetreibern selbst überlassen sollte. Dass dabei viel heisse Luft produziert wird, gehört meiner Meinung nach zu den akzeptablen Nebenwirkungen der Demokratisierungsmachine Web 2.0, und sollte nicht allzu ernst genommen werden.

    Im Übrigen finde ich Ihren kritischen Ansatz sehr spannend, und möchte Sie einladen, doch einmal einen kritischen Beitrag zu einem (soziologischen) Thema Ihrer Wahl für unser Blog zu schreiben!

    mit besten Grüßen,

    Martin Booker

  5. 5 Gabriele Gerstmeier 17. January 2010 at 22:04

    Lieber Martin,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort Ihrerseits. Ich habe Ihren Beitrag schon vor Weihnachten gelesen und will Ihnen jetzt wenigstens ein paar Zeilen schreiben.

    Ja, ich habe durchaus Lust, einmal einen kritischen Beitrag zu schreiben – was sind denn für Sie heiße (soziologische) Themen? Sie leben ja, wenn ich das noch richtig weiß, in England: Da tut sich doch bestimmt – mit der konkreten Erfahrung in zweierlei Gesellschaften – eine Fülle von Bedenkenswertem auf?

    Nein, ich will keinem vorschreiben, ín welche Richtung er gucken soll – bin nur immer wieder verblüfft, wo überall hingeguckt wird, und, vor allem, wohin nicht …

    Ich habe fest vor, mich noch im Januar intensiver mit den oben zitierten Beiträgen zu befassen. Dann fällt mir vielleicht auch etwas ein, wozu ich schreiben möchte (oder auch nicht). Immer wieder schaute ich mal vorbei – aber soo viel tut sich hier ja leider auch nicht 😦

    Herzlichen Gruß und – etwas verspätet – ein gutes neues Jahr 2010!

    Gabriele Gerstmeier

  6. 6 Martin 19. February 2010 at 22:30

    Liebe Gabriele,

    Heiße Themen sehe ich im Moment genug. Dank Westerwave springt uns ja im Moment das Thema Soziale Ungleichheit an. Wobei man hier einen genuin soziologischen (oder gerne auch sozialphilosophischen) Zugang finden müsste, der über der derzeitigen Polemik steht. Ein echter Liberaler würde an dieser Stelle etwa darüber nachdenken, wie Chancengleichheiten geschaffen werden können, der Zugang zu Bildung verbessert werden kann und soziale Mobilität gefördert werden kann.

    Mein Problem allerdings – und das Problem dieses Blogs – ist, dass ich im Moment sehr beschäftigt bin, und mein bisschen Freizeit lieber anders verbringe. Daher (und weil meine Blogger-Kollegen im Moment auch etwas unmotiviert sind) leider nicht so viel zur Zeit…

    Ich bin momentan in Schottland ‘stationiert’. Tatsächlich mache ich hier sehr interessante Erfahrungen, und wenn dieses Semester erst einmal vorbei ist, komme ich vielleicht auch mal wieder zum Bloggen…


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